Gemeindenews vom 13. Januar 2026
Visitation Bezirksrat
Die allgemeine Aufsicht über die Gemeinden üben die Bezirksräte aus. Am 30. Oktober 2025 fand die bezirksrätliche Visitation über die Bereiche Cybersicherheit / Datenschutz, Gemeindestrassen, Kindertagesstätten, Schule, Sozialhilfe und Steuern statt. Mit Beschluss vom 2. Dezember 2025 stellte der Bezirksrat eine ordnungsgemässe Geschäftsführung der Gemeinde Herrliberg fest. Der Bezirksrat nahm vom Ergebnis der Visitation in Anerkennung und unter Verdankung der von Behörden und Personal geleisteten Dienste Kenntnis.
Energiestadt Herrliberg
Mit den Legislaturzielen 2022 bis 2025 hat sich der Gemeinderat eine verstärktes Engagement in energiepolitischen Fragen auf die Fahne geschrieben. Per Beginn der Amtsdauer wurde hierfür eine Energiekommission eingesetzt, welche sich seither mit den entsprechenden Fragen vertieft auseinandersetzt.
Im Zentrum steht das Ziel von Bund und Kanton, bis 2050 Netto-Null zu erreichen. Das Energieleitbild definiert dafür klare Schwerpunkte: eine nachhaltige räumliche Entwicklung, erneuerbare Energieversorgung, klimaverträgliche Mobilität, effiziente Gemeindebauten sowie eine aktive Kommunikation mit Bevölkerung und Gewerbe. Der kommunale Energieplan zeigt auf, wie die Gemeinde Umwelt- und Abwärme optimal nutzen und der Bevölkerung langfristige Orientierung bei Heizungsersatz und Energiefragen bieten kann. Auch bei den eigenen Gebäuden setzt Herrliberg klare Ziele bis 2050: Alle Liegenschaften sollen auf erneuerbare Energien umgestellt sein und über Photovoltaik oder ein begrüntes Dach verfügen. Ein Energiemonitoring schafft dabei Transparenz über Verbrauch und Einsparungen. Im Weiteren hat die Gemeindeversammlung am 6. Dezember 2023 das dritte Energieförderprogramm für 2024-2026 mit einem Globalkredit von 1,9 Millionen Franken verabschiedet. Der Kredit ist im Übrigen noch nicht ausgeschöpft, Gesuche auf Förderbeiträge können weiterhin gestellt werden.
Aufgrund des energiepolitischen Engagements für eine zukunftsorientierte Energie- und Klimapolitik wurde der Gemeinde Herrliberg Ende November 2025 das Label «Energiestadt» erteilt.
Wärmeverbund Herrliberg See
Die Gemeinde Herrliberg hat 2025 ihren ersten kommunalen Energieplan verabschiedet. Dieser setzt das Energieleitbild von 2023 um, das unter anderem den Ersatz fossiler Energieträger sowie die Förderung erneuerbarer Energien vorsieht. Da Herrliberg seine Wärme heute noch mehrheitlich aus fossilen Quellen bezieht, soll die Wärme- und Kälteversorgung künftig räumlich und langfristig geplant werden.
Ein zentraler Bestandteil des Energieplans ist die Prüfung eines neuen Wärmeverbunds Herrliberg See (V2). Dessen Machbarkeit wird nun durch eine Machbarkeitsstudie abgeklärt. Als Energiequelle steht insbesondere die Nutzung von Seewasserwärme im Fokus. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob ein Zusammenschluss mit bestehenden oder geplanten Verbünden – etwa dem Wärmeverbund Herrliberg (V1) oder einem möglichen Verbund Feldmeilen – sinnvoll ist.
Der bestehende Wärmeverbund Herrliberg (V1), betrieben durch ewz, liefert seit 2019 überwiegend erneuerbare Wärme und Kälte aus Holzenergie, Erdwärme und Sonnenenergie. 2026 wird er mit einem zweiten Holzkessel erweitert. Innerhalb seines Perimeters bestehen noch zusätzliche Anschlusskapazitäten, jedoch keine Möglichkeit zur geografischen Erweiterung.
Aufgrund des erwarteten Bevölkerungswachstums steigt die Energiebezugsfläche in Herrliberg bis 2050 um rund 20 %. Obwohl Neubauten sehr energieeffizient sind, wird insgesamt ein moderater zusätzlicher Wärmebedarf entstehen. Gleichzeitig sinkt der Bedarf im bestehenden Gebäudebestand durch Sanierungen und Effizienzsteigerungen. Mit der Prüfung des neuen Verbundgebiets V2 setzt die Gemeinde einen wichtigen Schritt zur langfristigen, erneuerbaren Wärmeversorgung. Nach durchgeführtem Vergabeverfahren vergibt der Gemeinderat die Machbarkeitsstudie Wärmeverbund an die Durena AG, Lenzburg, mit einem Kostendach von 58'000 Franken.
Mietzinsanpassung Schulhaus Breiti nach Umbau
Am 22. September 2024 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für den Umbau und die Sanierung des Schulhauses Breiti der Gemeinsamen Sekundarschule Erlenbach Herrliberg (GSEH) einem Gesamtkredit von 5,7 Mio. Franken zugestimmt. Der Umbau im laufenden Betrieb ist fortgeschritten und soll plangemäss auf den Schulstart im August 2026 hin abgeschlossen werden.
Durch den Umbau entsteht eine zusätzliche Nettofläche von 196 m², weshalb der Mietzins ab dem 1. Januar 2027 angepasst wird. Der vereinbarte Quadratmeterpreis bleibt unverändert bei 330 Franken. Demnach erhöht sich der jährliche Mietzins für den Standort Herrliberg um 64’680 Franken auf neu 768’240 Franken.
Die Mehrkosten zu Lasten der GSEH werden gemäss Kostenteiler (abhängig von den Schüler- und Einwohnerzahlen) aufgeteilt. Gemäss aktuellen Zahlen werden 53.8 % zulasten der Gemeinde Herrliberg und 46.2 % zulasten der Gemeinde Erlenbach getragen.
Geschwindigkeitskontrollen 2025
Die Polizei Region Meilen hat im Jahr 2025 insgesamt 16 Geschwindigkeitsmessungen in Herrliberg durchgeführt. Die Messungen fanden zwischen Januar und Dezember auf der Habüelstrasse, Schulhausstrasse, Bergstrasse und Grütstrasse statt und umfassten sowohl mehrtägige semistationäre als auch kurzfristige mobile Kontrollen.
Die Auswertung zeigt insgesamt eine weitgehend stabile und unkritische Verkehrssituation. Auf der Schulhausstrasse und der Grütstrasse wurden keine Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Auf der Bergstrasse kam es vereinzelt zu Übertretungen, jedoch ohne erkennbare systematische Tendenz. Hier wird eine weitere Beobachtung als ausreichend erachtet.
Handlungsrelevant ist hingegen die Habüelstrasse. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und wiederkehrender Geschwindigkeitsüberschreitungen sieht die Polizei die Weiterführung regelmässiger Kontrollen sowie punktuelle Schwerpunktmassnahmen.
Strukturverändernde Massnahmen sind derzeit nicht erforderlich. Situative Kontrollen bleiben jedoch ein wichtiges Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Gemeinderat Herrliberg
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Tumasch Mischol, Gemeindeschreiber, Telefon 044 915 91 41 oder E-Mail tumasch.mischol@herrliberg.ch.